Die Baureihe 103 (BR103) der Deutschen Bundesbahn

Die deutsche Schnellfahrlok schlechthin stellt zweifelsohne die Baureihe 103 der Bundesbahn dar. Die sechsachsige Maschine war die erste, die im Linienbetrieb 200km/h fahren sollte. Das war leider nur auf wenigen Strecken möglich. Trotz alledem zog sie die hochwertigen 1. Klasse-Züge im TEE-Verkehr durch halb Europa. Am bekanntesten ist daher der Anstrich in beige/rot. Im Laufe der Zeit bekam die Elektrolok dann aber verschiedene Designs. Auf den ersten Blick scheinen sich die beige (RAL 1001)/purpurroten (RAL 3004) Anstriche nicht zu unterscheiden.

Den Ursprung zeigt das erste Bild, auf dem die Vorserienversion der BR103 mit dem silbernen Dach (RAL 9006), dem silbernen Bauchgurt, dem dunkelgrauen Unterteil und vor allem mit den einreihigen Lüftergittern zu sehen ist. Dann folgen Anstriche, wo das Dach ebenso beige wie der Rumpf lackiert ist und die silberne Bauchbinde wegfällt. Später wurden sogar die Untergestelle aus Kostengründen im purpurrot gehalten.

Die ab 1970 im Einsatz befindliche Lok erhielt ab 1987 die orientrote Lackierung (RAL 3031) mit dem lichtgrauen Lätzchen (RAL 7035) – siehe unteres Bild. Nur eine 103er ist im modernen Verkehrsrot (RAL 3020) unter Einfluss des Modelleisenbahn-Herstellers Roco im Einsatz der Deutschen Bahn unterwegs gewesen: 103 233. Diese Lackierung war einfach nicht mehr für diese Baureihe vorgesehen, da sie immer mehr ausgemustert wurde. Richtige Einzelstücke waren die Touristik– und Lufthansa-Zug-Loks.

br103-beige

Vorserien-BR103 im Hauptbahnhof Berlin

Antriebsmäßig war die E-Lok mit nicht mehr zeitgemäßen Einphasen-Wechselstrom-Reihenschlussmotoren ausgestattet. Heute geht nur noch Drehstromtechnik mit Leistungselektronik. Die 7.400 kW waren aber seinerzeit mageblich, vor allem standen für den Spurt auf 200km/h für 10 Minuten 10.400 kW zur Verfügung.

BR103 rot

Die Baureihe 103 in Orientrot mit lichtgrauem Lätzchen

Mit der Baureihe 103 ging die Einführung der Linienzugbeeinflussung (LZB) einher. Interessant ist außerdem, dass die TH Hannover die Kopfform entwickelt hat. Immernoch sorgt diese markante Lokomotive für Aufsehen, wenn eine der letzten Maschinen auf deutschen Gleisen auftaucht, was den Kultcharakter unterstreicht.

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